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Von Aufwindkraftwerken und Energieinseln – was folgt auf die Windräder?

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstaltungsreihe(n): 
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Montag, 26. Oktober 2020, 18:00 Veranstaltung fällt aus!
Etage: 
1

An Land befinden sich Windenergieparks oft in ländlichen Gebieten, Berg- oder Küstenregionen oder in vitalisierten, ehemaligen Industriegebieten. Offshore-Parks, also Windräder auf dem Meer, wurden hingegen in europäischen Nordmeeren installiert, da man dort Flachwasserlagen findet, die es ermöglichen, die Anlagen fest auf dem Meeresboden zu verankern.

Mittlerweile ist es aber unumgänglich, das enorme Standortpotenzial des Mittelmeeres zu nutzen. Die dortigen Standortwassertiefen zwischen 40 m und 200 Metern erfordern allerdings den Einsatz von schwimmenden Windenergieanlagen. Doch noch weiß man nicht genug über die dortige Windenergiewandlung, die Wellen-Wind-Struktur-Interaktion, die Unterwasserdynamik von Befestigungsseilen und die Akzeptanz durch die Öffentlichkeit.

Eine Alternative, die an Land realisiert werden könnte, sind solare Aufwindkraftwerke. Das Prinzip ist einfach: Ein Aufwindkraftwerk besteht aus einem Kollektorraum für die Erwärmung von Luft mittels der Sonneneinstrahlung, ähnlich wie in einem Gewächshaus. Außerdem hat es einen solaren Hochkamin, in dem die erwärmte Luft mit höherer Geschwindigkeit aufsteigt. Zwischen beiden Elementen liegt die Leistungsumwandlungseinheit, in der ein System von gekoppelten Turbinen und Generatoren die Strömung der erwärmten Luft in elektrische Energie umwandelt. Um einen hohen Wirkungsgrad zu erreichen, müssen jedoch sehr große Abmessungen des Turms und der Kollektorfläche erreicht werden. Diese Technologie ist noch nicht reif für ihren industriellen Einsatz. Es gibt aber mehrere Prototypkraftwerke, die ihr Potential zeigen.

Dr. Rüdiger Höffer, Ruhr-Universität Bochum

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei