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Der Koran: Zwischen Buch und Performance

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstaltungsreihe(n): 
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Freitag, 16. Oktober 2020, 18:00 Veranstaltung fällt aus!
Etage: 
1

Die heilige Schrift der Muslime gehört zu den meistgelesenen Büchern der Welt, besser sollte man aber wohl sagen: den meistgehörten. 

Wer sich dem Koran nämlich allein durch stille Lektüre nähert – ganz gleich ob in einer Übersetzung oder im arabischen Original – geht am Erleben der meisten Muslime vorbei, die sich den Text von seiner Entstehung im 7. Jahrhundert an bis heute vor allem hörend angeeignet haben. 

Schon der Titel der Schrift fordert das geradezu ein, denn „Koran“ (arabisch Qur'an) bedeutet wörtlich „Rezitation“ und bezeichnet ursprünglich das Sprechen Gottes zu Muhammad und seiner Gemeinde. Die Koranrezitation, die an dieses initiale Hör-Erlebnis erinnert, ist eine hochgeschätzte und weitverbreitete Kunstform. 

Neben dem Hören und Vortragen des Textes spielen zahlreiche weitere Formen der Aneignung eine wichtige Rolle im Alltag von Muslimen, darunter das visuelle Erlebnis von Koranzitaten als Kalligraphie sowie vielfältige Formen der Texterklärung und Textauslegung.

Der Vortrag gibt eine kurze Einführung in grundlegende Einsichten der wissenschaftlichen Koranforschung und stellt dabei anhand von Text-, Ton- und Bildbeispielen das vielfältige ästhetische Erleben des Koran in den Mittelpunkt.

Referent: Prof. Dr. Johann Büssow, Ruhr-Universität Bochum

 

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei