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Märzrevolution 1920 im Ruhrgebiet

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstaltungsreihe(n): 
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Donnerstag, 12. März 2020, 18:00 Veranstaltung fällt aus!
Etage: 
1

Im Frühjahr 1920 kam es in Deutschland zu mehreren einschneidenden politischen Ereignissen: Der kurz zuvor inkraft getreten Versailler Vertrag zwang die Reichswehr, sich von 250.000 auf 100.000 Mann zu verkleinern. Dies wollte man durch die Auflösung von Freikorps erreichen. Die wiederum wollten das nicht hinnehmen. Es kam zum Putsch gegen die Regierung, geleitet vom Verwaltungsbeamten Wolfgang Kapp. Er hatte mit anderen nationalistisch gesinnten Männern die Deutsche Vaterlandspartei gegründet. Die Regierung floh aus Berlin. Die SPD rief aus Protest gegen die Absetzung der Regierung zum Generalstreik auf. Nach fünf Tagen brach der Putsch zusammen. Es folgten die Bildung einer Roten Arbeiterarmee, die Selbstverwaltung der Städte des Ruhrgebietes und die brutale Niederschlagung des Aufstandes durch das Militär.

Bis heute erinnern wir uns an die ungeheure politische Aktivität der Arbeiterschaft dieser Wochen, an das unermüdliche Interesse an Versammlungen und Demonstrationen. Nicht vergessen werden darf auch, mit welchem Engagement eine Ruhrgebiets-Generation das System der Ausbeutung und Unterdrückung nicht mehr ertragen wollte, welches ihre Eltern und Großeltern ihr Leben lang erduldet hatten.
Erstaunlich war das Auftauchen von Rednern und Führungspersönlichkeiten, die Tage vorher niemand kannte und die nachher vergessen wurden. Was wurde aus ihren Vorstellungen, aus ihren Idealen?

Referent: Günter Gleising von der Sozialen Liste Bochum

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei