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Von Brad Pitt bis Klaus Störtebeker: Die Verarbeitung von Gesichtern und Körpern im Gehirn

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation mit dem Institut für Philosophie II
Dienstag, 05. November 2019, 18:00
Etage: 
1

Eine Person an ihrem Gesicht zu erkennen, scheint das Normalste auf der Welt zu sein. Es gibt aber Menschen, die dies nicht können. Für sie sieht jedes Gesicht fast gleich aus und besitzt keine Informationen, die sie nützen könnten, um eine Person wiederzuerkennen.

Hierbei handelt es sich um die sogenannte Gesichtsblindheit. Dieses Phänomen wird in dem Vortrag auf neuropsychologischer Ebene genauer dargestellt. Neben Gesichtern gibt es dazu aber auch Patienten, die Probleme in der Verarbeitung von Körperproportionen haben. Als ein Modell für eine solche „Körperblindheit" werden Studien mit Anorexie-Patienten vorgestellt, die Probleme haben, Körperproportionen richtig zu verarbeiten.Da die Verarbeitung von Körpern und Gesichtern im Gehirn fast überlappende Strukturen benutzen, werden Gesichter und Körper als Beispiele für die Darstellung der Spezialisierung der visuellen Verarbeitung bestimmter Informationen in unserem Gehirn verwendet. Ebenso wird an diesen Beispielen aufgezeigt, wie die Verarbeitung bestimmter Reize im Gehirn gestört sein kann. Und grundsätzlich begegnen uns im Alltag nur Personen mit Kopf und Körper – es sei denn, Klaus Störtebeker kommt um die Ecke.

Referent: Prof. Dr. Boris Suchan, Fakultät für Psychologie, RUB

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei