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Fake News in der Vormoderne?! Ein Blick in die „Gerüchteküche“ des Mittelalters

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Freitag, 13. September 2019, 18:00 bis Samstag, 14. September 2019, 17:59
Etage: 
1

Auch wenn es im Mittelalter noch kein Radio, Fernsehen und Internet gab, über die sich gezielte Falschmeldungen massenwirksam und schnell verbreiten ließen: Fake News gab es auch damals schon. Die politisch motivierten Falschnachrichten und Lügen gehörten zum Repertoire der Mächtigen, wenn es darum ging, sich Vorteile zu verschaffen und Zukunft zu gestalten. Anhand ausgewählter Beispiele wird der Vortrag auf solche Fake News des Mittelalters zu sprechen kommen und ihren Motiven nachgehen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Judenpogrome im Zeitalter der Großen Pest (1348-1350), die Templerprozesse des früheren 14. Jahrhunderts und die angeblichen sexuellen Übergriffe Kaiser Heinrichs IV. (1056-1106). Auf diese Weise soll ein Blick in die Gerüchteküche des Mittelalters geworfen werden, um den Mechanismen mittelalterlicher Fake News auf die Spur zu kommen.

Referent: Dr. Jens Lieven, Ruhr-Universität Bochum

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei