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Zu schön, um wahr zu sein: Historisch-archäologische Fälschungen

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Freitag, 14. Juni 2019, 18:00
Etage: 
3

Ob antike Falschmünzerei, wie sie beispielsweise vor mehr als 1800 Jahren in Augusta Raurica in der heutigen Schweiz im großen Stil durchgeführt wurde, mittelalterliche Urkundenfälschungen, wie sie uns ab dem 12. Jahrhundert im Umfeld des Paderborner Klosters Abdinghof begegnen, oder hochwertige neuzeitliche Goldschmiedearbeiten wie die berühmte Tiara des Saitaphernes, die vorgeben, echt alt zu sein – sie alle sind Betrugsfälle, die mit Methoden der Archäologie und der Geschichtswissenschaft aufgedeckt werden konnten. Häufig gelang es sogar, die Fälscher und gegebenenfalls ihre Auftraggeber zu enttarnen und zu überführen. Wer waren sie und was genau trieb sie an? Nicht immer standen Profitgier, Geltungsdrang oder der Wunsch nach Ruhm und Ehre im Vordergrund. Auch politisch-ideologische Motive und die moralische Überzeugung, im Recht zu sein, motivierten zum Betrug. Der Referent deckt bei einer Auswahl von Fällen die jeweiligen Hintergründe auf und zeichnet ein unverfälschtes Bild von falschen Objekten und ihrer Geschichte.

Referent: Dr. Michael Lagers, LWL-Museum für Archäologie Herne

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei