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Salvador Dalí und die Entdeckung der weichen Uhren

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Montag, 20. Mai 2019, 18:00
Etage: 
1

Der Katalane Salvador Dalí (1904-1989) ist einer der weltweit bekanntesten und populärsten Maler des 20. Jahrhunderts. Sein Leben war so spannend wie seine Kunst vielfältig, voller Widersprüche und immer hart an der Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn.

Vor dem Hintergrund der Biografie und künstlerischen Entwicklung Dalís erläutert und deutet Professor Helmut Jacobs in seinem Vortrag neben anderen wichtigen Gemälden insbesondere Dalís 1931 entstandene Miniatur La persistance de la mémoire (Die Hartnäckigkeit der Erinnerung). Es ist nicht nur sein berühmtestes Bild, sondern zählt zu den bedeutendsten Gemälden der spanischen Malerei.

Jeder kennt es: Wenn nicht unter dem französischen Titel, so sieht man es doch vor dem inneren Auge, sobald die weichen Uhren als Motive genannt werden. Ein Steinblock, auf eine Taschenuhr liegt, die von Ameisen aufgefressen wird, und über dessen Kante eine weiche Uhr herabhängt, auf der eine Fliege sitzt. Weiter hinten ein kahler Baumstamm, über dessen Astgabel eine weitere weiche Uhr. Ein leerer Sandstrand mit dem Meer und einer bizarren Felsformation im Hintergrund.

Was bedeuten diese Motive? Stammt die Bildidee von den weichen Uhren wirklich von Dalí, wie er immer behauptet hat? Ist er wirklich „The master of melting watches“, wie er sich selbst bezeichnet hat?

Der Vortrag wird nicht nur mit einigen live auf dem Akkordeon gespielten Sätzen der Surrealist Suite (1939) von Vernon Duke (1903-1969) musikalisch bereichert, sondern es wird auch das gerade erschienene Dalí-Buch von Helmut Jacobs vorgestellt.

Referent: Prof. Dr. Helmut Jacobs, Universität Duisburg-Essen

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei
Bild: © Fotolia, matiasdelcarmine