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Friedrich Schillers ästhetische Revolution

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Montag, 15. April 2019, 18:00
Etage: 
1

Die meisten kennen Friedrich Schiller als einen der bedeutendsten deutschen Dichter und Dramatiker. Mit seinen Werken „Die Räuber“, „Kabale und Liebe“, „Maria Stuart“ oder „Wallenstein“ gehört er zum festen Kanon der deutschen Literatur. Weniger bekannt ist, dass Schiller sich neben seinen literarischen Werken auch als Theoretiker und Philosoph engagierte.

Sein theoretisches Werk wiederum kreist um die Ideen der Freiheit und der Schönheit. Ausgehend von den Überlegungen des von ihm verehrten Philosophen Immanuel Kant fragt Schiller danach, ob sich Freiheit und Schönheit gedanklich vereinigen lassen. Das Resultat seiner Gedanken lässt sich als eine ästhetische Revolution verstehen: Die Schönheit begreift Schiller nämlich als die sinnliche Erscheinungsform der Freiheit. Damit ist weniger allein einer schöngeistigen Harmonievorstellung das Wort geredet, vielmehr soll, so Schillers mutige These, im Schönen das Potenzial einer nicht zuletzt politischen Befreiung auszumachen sein. Im Augenblick der ästhetischen Erfahrung ist dem Menschen demnach die Möglichkeit gegeben, einen grundlegenden Anfang zu wagen und damit auf die Zwänge zu reflektieren, die ihn einschränken. Die Schönheit ist also gerade nicht als ein Ort jenseits aller Politik konzipiert, sondern es soll stattdessen von ihr aus gerade die Sphäre der Politik durchdrungen werden. In dieser Denkart des Schönen kann zugleich das noch immer aktuelle Potenzial der Philosophie Schillers gesehen werden.

Mit seinem Vortrag möchte der Referent Dr. Philipp Weber vom Germanistischen Institut zum einen in Schillers Denken der Schönheit einführen und die wesentlichen Elemente seiner Philosophie aufzeigen. Zum anderen regt er zur Diskussion über die Aktualität dieses Denkens an.

Referent: Dr. Philipp Weber, Ruhr-Universität Bochum

 

 

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei