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Rosa Luxemburg als historische Gestalt und als politischer Mythos

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der Ruhr-Universität Bochum
Montag, 07. Januar 2019, 18:00
Etage: 
1

Rosa Luxemburg ist eine der faszinierendsten und umstrittensten Figuren der deutschen Arbeiterbewegung im frühen 20. Jahrhundert. Sie stammte aus Polen, wurde aber zu einer führenden Repräsentantin des linken Flügels der deutschen Sozialdemokratie. Zusammen mit Karl Liebknecht gründete sie um die Jahreswende 1918/19 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und kämpfte für die sozialistische Revolution. Im Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg ermordet, nachdem der von ihr und Liebknecht unterstützte Spartakus-Aufstand in Berlin niedergeschlagen worden war. Ihr tragisches Ende bestimmte fortan ihr Bild in der Geschichte. Dem RUB-Zeithistoriker Bernd Faulenbach geht es in seinem Vortrag einerseits um die historische Gestalt der Rosa Luxemburg im Kontext ihrer Zeit, nicht zuletzt der Arbeiterbewegung, andererseits zeigt er, wie sich mit der Zeit ein Rosa-Luxemburg-Mythos herausgebildet hat. Thema ist außerdem, wie selektiv Rosa Luxemburg von den Menschen wahrgenommen wird und wie ihre Gestalt vor allem in Zeiten des Ost-West-Konflikts instrumentalisiert wurde. Abschließend wirft Faulenbach die Frage nach einem angemessenen Bild von Rosa Luxemburg in der heutigen Zeit auf.

Referent: Prof. Dr. Bernd Faulenbach

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei