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Expansion und Migration. Eroberung, Vertreibung und Versklavung in der römischen Republik

Veranstalter: 
Historisches Institut
Freitag, 25. November 2016, 18:00
Etage: 
1

Damit das Römische Reich wachsen konnte, war es unumgänglich, dass die Römer Neubürger in ihre Gemeinschaft integrierten. Die Einbürgerung der unterworfenen italischen Völker und der Provinzialen verstand man dabei als Prozess der Schaffung staatlicher Ordnung. Allerdings wird hierbei vernachlässigt, dass dem durchaus leidvolle und gewaltintensive Prozesse  wie Genozide und Deportationen vorausgingen.

Der Vortrag zeigt, wie aggressiv sich das römische Imperium ausbreitete, auch außerhalb von Kriegsschauplätzen. Dies wird bis heute oft unterschätzt. Bestimmte Gebiete erfuhren zwar eine friedliche Integration und Romanisierung. In anderen Regionen hingegen wurden Menschen in neue Kolonien umgesiedelt und die dort heimische indigene Bevölkerung kurzerhand versklavt. Dadurch entstanden hochaggressive Gemengelagen, wie sie sich etwa im Bundesgenossenkrieg 91-88 v. Chr. entluden. Dass es trotz allem zu einer gewissen Integration und einem Zugehörigkeitsgefühl der Menschen kam, sind lediglich glückliche Nebeneffekte.

Referenten: Prof. Dr. Bernhard Linke, Marian Helm, und Stefan Schorning

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei