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Albträume vom Roten Oktober

Veranstalter: 
Institut für Deutschlandforschung der Ruhr-Universität Bochum

Faszination und Schrecken in der Erinnerung an den Kommunismus

Der Kommunismus hat das 20. Jahrhundert stärker und länger geprägt als die anderen Ideologien seiner Epoche. Diese Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Diskussions-, Film- und Vortragsabenden präsentiert Erinnerungen von Deutschen, die im 20. Jahrhundert mit ihm seiner sowjetischen Ausprägung in Berührung gekommen sind – fasziniert und begeistert, schockiert und entsetzt.

Es werden die Attraktion und die Verführungskraft eines Gesellschaftsmodells diskutiert, das nicht nur alle Gebrechen der Vergangenheit und die Nöte der eigenen Zeit zu überwinden versprach, sondern zugleich den Anspruch erhob, mit wissenschaftlicher Zuverlässigkeit die Zukunft als ein Reich der Gerechtigkeit und von Glück und Gleichheit zu prognostizieren.

Das Vertrauen in diese Utopie und ihre Versprechen ist heute ebenso schwer nachzuvollziehen wie die nur mit Schaudern zu erkennende Macht dieser Ideologie, die Verbrechen an Millionen von Menschen beging. Werke der Kunst und individuelle Erinnerungen sind ein geeigneter Schlüssel, um auch einer jüngeren Generation diese Hoffnungen und Enttäuschungen anschaulich zu vermitteln. Vielleicht kann eine „sekundäre Erfahrung“, die Wissen vermittelt und Verständnis erschließt, auch vor der Lust an neuerlichen Experimenten warnen.

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 
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