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Stadtentwicklung Istanbul: Fundamental neoliberal?

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der Ruhr-Universität Bochum
Donnerstag, 17. Mai 2018, 18:00
Etage: 
1

Mit mittlerweile etwa 15 Millionen Menschen ist Istanbul nicht nur die größte Stadt der Türkei, sondern auch die größte Metropole Europas. Das rasante demographische Wachstum wird von städtebaulichen Megaprojekten begleitet – dem Bau des größten Flughafens der Welt, der Anlage eines neuen fast 50 Kilometer langen Kanals zwischen dem Marmarameer und dem Schwarzen Meer, der Untertunnelung und dritten Überbrückung des Bosporus für Schienen- und Straßenverkehr, der Errichtung von zwei Vorstädten für je eine Million Einwohner, der Erneuerung der Innenstadt unter Inkaufnahme der Verdrängung von marginalisierten Bevölkerungsgruppen. Es stellt sich die Frage, welche Interessen hier verfolgt werden: Tatsächlich die Befriedigung der infrastrukturellen Bedürfnisse einer wachsenden Metropole? Oder doch eher die Platzierung Istanbuls als Aushängeschild für eine moderne, leistungsfähige Türkei, die Investitionen aus dem arabischen und Touristen aus dem europäischen Raum anzieht? Werden hier wirklich - wie Kritiker sagen - die Bürgerinteressen der Wirtschafts- und Geopolitik geopfert?

Im Vortrag werden Grundzüge der historischen und aktuellen Stadtentwicklung Istanbuls vorgestellt und mit übergeordneten gesellschaftlichen Entwicklungen in Beziehung gesetzt werden.

Referent: Dr. Astrid Seckelmann, Geographisches Institut, Ruhr-Universität Bochum

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei