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Kurfürstin Anna von Brandenburg. Religion und Politik im Kontext des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits

Kategorie(n): 
Insider
Veranstalter: 
Prof. Dr. Lorenz / Geschichte der Frühen Neuzeit und Prof. Dr. Kiehnle / Rechtsgeschichte
Dienstag, 09. Januar 2018, 18:00
Etage: 
1

Zwei bedeutende Erbansprüche brachte Anna von Preußen (1576-1625) bei ihrer Eheschließung mit dem späteren Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg mit in die Ehe. Mütterlicherseits waren dies die Territorien Jülich-Kleve-Berg und väterlicherseits Preußen. Der Vortrag wird zeigen, wie sie dieses Kapital in ihrem politischen Engagement nutzte.

Als Kurfürstin vertrat sie in konfessionspolitischen Auseinandersetzungen selbstbewusst eine eigene Position. Dies wurde deutlich, als ihr Ehemann 1613 öffentlich zur reformierten Konfession übertrat und es deswegen zu Tumulten kam. Anna unterstützte die lutherischen Prediger und brachte sich damit selbst in Gefahr. Die konfessionelle Differenz stärkte jedoch ihre Handlungsspielräume, da die lutherischen Stände und Untertanen in den jeweiligen Territorien in ihr eine vehemente Fürsprecherin sahen.

Referentin: Dr. Magdalena Drexl, Ruhr Museum

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei