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Wahrnehmung und Folgen von Gewalt und Gegengewalt im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Prof. Dr. Lorenz / Geschichte der Frühen Neuzeit und Prof. Dr. Kiehnle / Rechtsgeschichte
Dienstag, 24. Oktober 2017, 18:00
Etage: 
1

Das Bild vom Dreißigjährigen Krieg ist geprägt von Plünderung, Mord, Vergewaltigung, Folter, Flucht und Vertreibung. Schon damals forderte die Bevölkerung Wiederherstellung von Ordnung und Gerechtigkeit. Beschwerde- und Bittschriften, Schadensberichte und gerichtliche Ermittlungen zeigen das beharrliche Ringen um Anerkennung des Leids. Ebenso gab es Rechtfertigungsbestrebungen des Militärs, aber auch Akte der Selbstjustiz.
Bereits kurz nach Abschluss des Westfälischen Friedens wurde für neue Kriege rekrutiert, erfahrene Söldner gebraucht, sodass die Staatsräson meistens Vorrang hatte vor drakonischer Bestrafung. Der Vortrag zeigt, welche sozialen Folgen die dauerhafte Erfahrung von Gewalterleben und -ausübung in verschiedenen Konfliktsituationen hatte und wie tief sich militärisches Verhalten in die Gesamtgesellschaft eingegraben hatte.

Referentin: Prof. Dr. Maren Lorenz, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Ruhr-Universität Bochum

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei