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Religionsfreiheit 1517-1648? Recht zur Auswanderung oder Vertreibung?

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation der RUB
Dienstag, 10. Oktober 2017, 18:00
Etage: 
1

Nach der Reformation wurde schnell klar, dass weder Katholiken noch Protestanten die jeweils andere Konfession in ganz Deutschland oder gar ganz Europa bekehren könnten. In den einzelnen Territorien strebten die Herrscher aber weiter nach Glaubenseinheit. Im Augsburger Religionsfrieden von 1555 wurde den Untertanen erlaubt auszuwandern, wenn ihre Konfession von der ihres Landesherrn abwich. War das nur ein Recht der Untertanen? Oder durfte ein Herrscher die Untertanen, die seine Konfession nicht teilen wollten, aus dem Land vertreiben? Darüber stritten Juristen im 16. und 17. Jahrhundert. Wir lesen die Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens und des Westfälischen Friedens von 1648 und hören die Argumente der damaligen Zeit. Ein Blick auf die tatsächliche Politik rundet den Vortrag ab.

Referent: Prof. Dr. Arndt Kiehnle

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei