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Erinnerungs- und Vergessenszeichen. Sinnzuschreibung in Holocaust-Denkmälern

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Dezernat Hochschulkommunikation mit dem Institut für Medienwissenschaft und dem Kunstgeschichtliches Institut der RUB
Dienstag, 12. September 2017, 18:00
Etage: 
1

Denkmäler im öffentlichen Raum übernehmen eine wichtige Funktion in Bezug auf das Gedenken an den Holocaust. Sie widmen sich dem Mahnen vor der Wiederkehr derartiger Gräueltaten, dem Gedenken und Erinnern an die Opfer des Holocaust im Allgemeinen oder spezifischer Opfergruppen. Die Umsetzungen derartiger Mahnmale sind vielfältig, doch ist ihnen allen gemein, dass sie in besonderer Weise auf die Interpretation der Betrachtenden angewiesen sind, denn ohne das Wiedererkennen der Thematik und der  Zuschreibung von Sinn handelt es sich lediglich um eine Skulptur im öffentlichen Raum.

Im Vortrag stellt die Referentin drei Holcaust-Denkmäler vor, die eine eindeutige Sinnzuschreibung verweigern und dadurch gleichermaßen Erinnerungs- und Vergessenszeichen darstellen: George Segals The Holocaust (1984) in San Francisco, Rachel Whitereads vielbeachtetes Mahnmal für die 65.000 ermordeten österreichischen Juden und Jüdinnen der Shoah (2000) in Wien und Ulrich Rückriems dezentrales Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus (1988–1990) in Düren.

Referentin: Nina Heindl, Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln, Abteilung Allgemeine Kunstgeschichte

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei