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Türkische Arbeitsmigranten im Ruhrbergbau in den 1960er- und 1980er-Jahren

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Historisches Institut
Freitag, 28. Juli 2017, 18:00
Etage: 
1

Seit den 1960er-Jahren kamen Tausende türkischer Arbeitsmigranten in das Ruhrgebiet, um hier im Steinkohlenbergbau zu arbeiten. Der Steinkohlenbergbau war bereits eine rasch schrumpfende Industrie, dennoch benötigte er Arbeitskräfte, um die Abwanderung vieler deutscher Bergleute in krisensichere Industrien auszugleichen. In den 1970er-Jahren entwickelten sich die türkischen Bergarbeiter zu Leistungsträgern im inzwischen gegründeten Einheitsunternehmen des Ruhrbergbaus, der Ruhrkohle AG. Dementsprechend unternahm das Unternehmen zahlreiche Anstrengungen, um die türkischen Arbeitskräfte und ihre Familien zu integrieren. In den 1970er-Jahren galt der Ruhrbergbau vielen Beobachtern als ein Musterbeispiel für gelungene Integration von türkischen Arbeitskräften. In den 1980er-Jahren nahmen die Konfliktlinien wieder zu – begünstigt durch die Rückkehrpolitik, an der sich der Ruhrbergbau stark beteiligte.

Referent: Dr. Hans-Christoph Seidel

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei