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Zwischen Zwang und Fürsorge: Evakuierungen der Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Historisches Institut
Freitag, 30. Juni 2017, 18:00
Etage: 
1

Überall in Europa wurden im Zweiten Weltkrieg in großer Zahl Zivilisten aus gefährdeten Gebieten evakuiert. So wurde zum Beispiel der deutsch-französische Grenzstreifen 1939 komplett geräumt, Kinder und Frauen wurden aus luftkriegsgefährdeten und zerstörten Städten in Sicherheit gebracht und an der deutschen Ostgrenze waren alleine 1944 und 1945 mehrere Millionen Menschen von Evakuierungen betroffen.

Diese hatten eine eigentümliche Doppelnatur: Zum einen sollten sie die Zivilbevölkerung vor Gefahren schützen, zum anderen unterwarfen sie die Menschen aber staatlichen Zwängen und machten sie zum Spielball strategischer Planungen. Zugleich hatten die Evakuierungen weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen.

Prof. Dr. Fabian Lemmes nimmt die Evakuierungen als eine bisher noch wenig untersuchte Form kriegsbedingter Zwangsmigration systematisch unter die Lupe und fragt nach Motiven und Zielen ebenso wie nach den Folgen von Evakuierungen.

Referent: Prof. Dr. Fabian Lemmes

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei