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Als die Karibik 'schwarz' wurde. Die afrikanische Zwangsmigration nach Amerika vom 17. bis zum 19. Jahrhundert

Kategorie(n): 
Einblicke
Veranstalter: 
Historisches Institut
Freitag, 23. Juni 2017, 18:00
Etage: 
1

Die Zuwanderung von Afrikanern nach Amerika ist eine der größten Völkerwanderungen der Weltgeschichte. Im Unterschied zur europäischen Einwanderung nach Amerika kamen die Afrikaner nicht aus freien Stücken oder auf der Flucht vor dem drohenden Hungertod, sondern als Sklaven.

Andere Afrikaner fingen sie im Inneren des Kontinents ein und verkauften sie an die europäischen Forts an den afrikanischen Küsten, von wo aus sie nach Amerika verschleppt wurden. Damit waren die Sklaven Teil des sogenannten atlantischen Dreieckshandels, denn in Afrika wurden sie gegen europäische Fertigwaren getauscht.

Zu den getauschten europäischen Handelsgütern gehörten auch Waffen, mit denen die afrikanischen Völker von den Küsten immer weiter in das Hinterland vordringen konnten, um Menschen zu fangen. Das war lukrativ, denn die Besitzer von Tabak-, Kaffee-, Zucker- oder Baumwollplantagen in Amerika waren bereit, einen hohen Preis für die Sklaven zu zahlen. Sie konnten es sich leisten, denn die Nachfrage nach den von ihnen produzierten Gütern war in Europa sehr hoch.

Zu den getauschten europäischen Handelsgütern gehörten auch Waffen, mit denen die afrikanischen Völker von den Küsten wiederum immer weiter in das Hinterland vordringen konnten, um Menschen zu fangen. Das Geschäft war lukrativ: Sie verdienten mit dem Sklavenhandel so viel, dass sie sogar den Tod von bis zu 30 Prozent der Gefangenen bei der Überfahrt nach Amerika in Kauf nehmen konnten.

Dieser Termin sollte eigentlich am 16.6.2017 stattfinden, muss aus organisatorischen Gründen jedoch auf den 23.6.2017 verschoben werden.

Referent: Prof. Dr. Dieter Ziegler
 

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei