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Die Oktoberrevolution und das Konstrukt des 'jüdischen Bolschewismus'

Kategorie(n): 
Insider
Veranstalter: 
Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte und das Seminar für Slavistik der RUB
Mittwoch, 14. Juni 2017, 18:00
Etage: 
3

Die Oktoberrevolution war die Geburtsstunde des Feindbildes „jüdischer Bolschewismus“. Mit Verweis auf die Abstammung führender Bolschewiki deuteten Anhänger der alten Ordnung die Revolution, die Ermordung der Zarenfamilie und die kommunistische Diktatur als Etappen einer Verschwörung jüdischer Aktivisten mit dem Ziel, die Weltherrschaft zu erringen. Ihren Plan sahen sie in den „Protokollen der Weisen von Zion“ niedergelegt, einem angeblichen Geheimdokument, das im Gepäck russischer Emigranten in den Westen gelangte und zum wirkmächtigsten Text des modernen Antisemitismus wurde. Bis heute wird das Schreckgespenst des „jüdischen Bolschewismus“ in Russland (aber auch anderswo) beschworen und medial inszeniert.

Referent: Dr. Michael Hagemeister, RUB

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei

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