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Alles nur Vanitas? Warum wir Andreas Gryphius’ Texte immer noch lesen können

Veranstalter: 
Ruhr-Universität Bochum
Montag, 17. Oktober 2016, 18:00
Etage: 
1

Andreas Gryphius. Ganz vergessen ist er zwar nicht: In der Schule liest man das eine oder andere Gryphius-Sonett, wie „Thränen des Vaterlandes“ oder „Es ist alles eitel“, und versteht diese Gedichte als epochentypischen Ausdruck von Vanitas, Vergänglichkeit und Nichtigkeit alles Irdischen. Aber ist das schon alles? Warum sollte jemand, dem das Irdische als nichtig, als Vanitas gilt, Literatur produzieren, kunstvolle Gedichte, Dramen und Reden schreiben? Warum seine Werke in mehreren, sorgfältig gestalteten Werkausgaben veröffentlichen?

Gut zwei Wochen nach Gryphius’ 400. Geburtstag soll in einer Mischung aus Vortrag und Lesung die Schönheit barocker Buchgestaltung, Textkomposition und des Klangs von Gryphius’ Gedichten zum Ausgangspunkt werden für die Frage, wie Vanitas umspringt in Kunst.                                                                                           

Referentin: Prof. Dr. Nicola Kaminski, Germanistisches Institut

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei