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Das Bochumer Bläserquintett spielt Reicha, Taffanel und Ibert

Veranstaltungsreihe: 
Veranstalter: 
MZ Bereich Musik
Donnerstag, 17. März 2016, 18:00
Etage: 
1

PROGRAMM

Anton Reicha (1770–1836):

Bläserquintett Es-Dur op. 88 Nr. 2
Lento/Allegro moderato – Scherzo Allegro – Andante grazioso – Finale Allegro molto

Paul Taffanel (1844–1908):

Quintette g-Moll pour instruments a vent
Allegro con moto – Andante – Vivace

Jacques Ibert (1890–1962):

Trois pieces breves
Allegro – Andante – Assez lent/Allegro scherzando/Vivo

ZUM PROGRAMM

Für die klassische Bläserquintett-Besetzung Flöte, Oboe Klarinette, Horn und Fagott, als deren Wegbereiter er gilt, schrieb Anton Reicha (1770 –1836) ab 1814 28 Bläserquintette für seine Professoren-Kollegen in den Bläserklassen des Pariser Conservatoire, wo er eine Lebensstellung als Professor für Kontrapunkt und Fuge inne hatte. Das spielfreudige und spritzige Es-Dur-Quintett, op. 88,2 lebt von der Anwendung der sogenannten durchbrochenen Arbeit, bei der eine musikalische Linie auf mehrere Instrumente übertragen wird, sodass kein Instrument durchgängig führt.

Claude Paul Taffanel (1844-1908), französischer Flötist und Komponist, war vielleicht der bedeutendste Flötist des 19. Jahrhunderts und komponierte vor allem Werke für Flöte und Klavier. Er prägte wesentlich die französische Flötenschule als Mitglied der Prüfungskommission für Blasinstrumente am Pariser Konservatorium und gab dem Bläserensemble entscheidende Impulse mit der Gründung von Kammermusikvereinigungen. Taffanels Bläserquintett in g-Moll ist eine opernhaft pathetische Musik, die die Instrumente mit ihrem vollen Tonumfang einsetzt und durch lange Crescendo-Phasen große Spannungsbögen schafft.

Jacques François Antoine Ibert (1890-1962), französischer Komponist und Gewinner des „Prix de Rome“ 1919, vermied wie viele seiner französischen Kollegen die radikalen Experimente deutscher Komponisten mit der Atonalität. Als Komponist war er zu Lebzeiten sehr erfolgreich. Die drei kurzen Stücke für Bläserquintett komponierte er 1930. Durch die dauernden Wechsel von Tonarten und Melodik entsteht eine sehr farbige, kurzweilige und spielfreudige Musik.

ZU DEN MUSIKERN

Die Mitglieder des Bochumer Bläserquintetts kennen sich seit vielen Jahren durch ihr gemeinsames Musizieren im Uni-Orchester der RUB und im collegium instrumentale Bochum. Sie waren nicht nur an Konzerten in Bochum und Umgebung beteiligt, sondern nahmen auch an vielen Konzertreisen im In- und Ausland teil, so zuletzt nach Leipzig und Konstanz sowie nach Breslau, Oppeln und Krakau in Polen. Daneben konzertieren alle auch regelmäßig in kleineren Ensembles.

2015 entschlossen sie sich, ein Bläserquintett zu gründen, um sich intensiver mit Kompositionen für diese Formation auseinanderzusetzen und klanglich zusammenzuwachsen. 

Mitwirkende:

Brigitte Wilms, Flöte
Dayong Zhang, Oboe
Christina Lutz, Klarinette
Heidrun May, Horn
Felicitas Bahlo, Fagott

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei