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Rezitation: Die wunderliche Musik

Veranstaltungsreihe: 
Veranstalter: 
MZ Bereich Musik
Donnerstag, 29. Oktober 2015, 18:00
Etage: 
2

Zum Programm

„Die wunderliche Musik“ – diesen Titel tragen elf mehr oder weniger kleine Texte von Ingeborg Bachmann (1926–1973), die 1956 in „Melos. Zeitschrift für neue Musik“ erschienen sind. Inhaltlich dreht sich alles um das Thema Musik.

Als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts strebte Bachmann ursprünglich eine Musikerlaufbahn an. Schon in jungen Jahren hatte sie begonnen zu komponieren. So ist es nicht verwunderlich, dass Musik in ihrem Leben eine große Rolle spielte, auch wenn sie dann doch Philosophie, Psychologie, Germanistik und Jura studierte und über Heidegger promovierte. Im Jahre 1952 lernte sie den Komponisten Hans Werner Henze kennen, mit dem sie eine Beziehung verband. Für ihn schrieb sie unter anderem die Textfassung für die Ballettpantomime „Der Idiot“ und die Opernlibretti zu „Der junge Lord“ und „Der Prinz von Homburg“. Henze – wie auch etliche andere Komponisten – vertonte Texte von ihr.

Ingeborg Bachmann schrieb über ihr Verhältnis zur Musik: „Für mich ist Musik größer als alles, was es gibt an Ausdruck. Dort haben die Menschen das erreicht, was wir durch Worte und durch Bilder nicht erreichen können.“

Nach den kleinen Texten erklingt jeweils Musik unter anderem von Edvard Grieg, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann sowie Werke des 20. Jahrhunderts, aus dem die Schriftstellerin stammt.

Zu den Künstlern

Jona Kümper studierte Klavier bei Prof. Arnulf von Arnim, Prof. Gilead Mishory und Prof. Nina Tichman an den Musikhochschulen Dortmund und Köln, wo er 2004 sein Konzertexamen ablegte. Zudem absolvierte er ein Studium in den Hauptfächern Tonsatz und Gehörbildung. 2008 erhielt er den Kompositionspreis der Stadt Neuss, 2012 und 2013 dritte Preise beim International Composition Competition Sofia und beim Carl-von-Ossietzky-Wettbewerb Oldenburg. Den Ensembles des Musischen Zentrums der Ruhr-Universität ist er seit Jahren als Korrepetitor, Solist und Continuospieler verbunden.

Jürgen Hinninghofen ist pensionierter Grund- und Hauptschullehrer aus Oberhausen sowie Gründer und langjähriger ehrenamtlicher Leiter der „Städtischen Malschule für Kinder und Jugendliche“ in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen. Seit mehr als 25 Jahren ist er mit Rezitationen – immer verbunden mit Musik – unterwegs im Ruhrgebiet in Schulen, Bibliotheken, Volkshochschulen, Kirchengemeinden und regelmäßig im Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum zu verschiedenen Themen (u.a. Brecht, Wedekind, Claudius, Kästner, Tucholsky, Fallada, Joseph Haydn, Robert Schumann). Seit 1988 ist Hinninghofen Mitglied im Chor der Ruhr-Universität und im Collegium vocale Bochum unter Leitung von UMD Hans Jaskulsky.

Die Künstler freuen sich über eine Spende am Ausgang!

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei