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Wer schafft es an die Uni?

Veranstaltungsreihe: 
Veranstalter: 
Ruhr-Universität Bochum
Mittwoch, 28. Oktober 2015, 18:00

Die RUB war die erste Hochschule im Ruhrgebiet. Als sie gegründet wurde, machte jeder zwanzigste eines Jahrgangs Abitur, darunter verschwindend wenige Arbeiterkinder. Die Ruhr-Universität (und die seitdem gegründeten anderen Hochschulen der Region) haben die Sozialstruktur des alten Reviers zweifellos verändert. Eine „neue soziale Mitte“ (Klaus Tenfelde) ist in den letzten 50 Jahren entstanden. Trotzdem ist die Metropole Ruhr heute sozial und räumlich mindestens genauso fragmentiert. Wie vor fünfzig Jahren schon, lässt sich anhand der Adresse eines Kindes im Jahr der Einschulung in die Grundschule recht genau vorhersagen, ob ein Kind mit zehn Jahren das Gymnasium besucht.

Lassen sich Stellschrauben identifizieren, mit denen man die Bildungschancen von Kindern der unteren sozialen Schichten verbessern kann? Nicht nur die Entscheidung für ein Studium sondern auch die Wahl des Studienfachs wird in hohem Maße von der sozialen Herkunft bestimmt. Anhand von Daten des Studierendenmonitors der RUB lässt sich zeigen, dass Studierende der unteren und der oberen „Herkunftsgruppe“ signifikant unterschiedliche Studienfächer wählen. Genauso wie der Einstieg in ein Hochschulstudium (und in eine mögliche akademische Karriere) hängt übrigens auch die Einmündung junger Erwachsener in den Beruf signifikant von der sozialen Lage und dem kulturellen Kapital der Herkunftsfamilie ab.

Referent: Prof. Dr. Peter Strohmeier, Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung

Audioaufzeichnung des Vortrags

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