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Die Auswirkungen von Armut in der Kindheit

Veranstaltungsreihe: 
Veranstalter: 
Ruhr-Universität Bochum
Dienstag, 05. Mai 2015, 20:00
Etage: 
1

Während bundesweit jedes sechste Kind (17,1%) unter drei Jahren in Armut aufwächst, gilt dies in NRW für jedes fünfte Kind (20,7%). Für über die Hälfte der armen Kinder, ist Armut keine Episode in ihrem Leben, sondern ein anhaltender Normal- und Dauerzustand. Die Mikrodatenanalyse der Schuleingangsuntersuchung und von SGB II-Daten zeigt, dass Kinderarmut ein nachweisbares Risiko für die Entwicklung von Kindern ist. Arme Kinder sind bei der Einschulung häufiger auffällig in ihrer Visuomotorik und der Körperkoordination, sie können sich schlechter konzentrieren, sprechen schlechter Deutsch und können schlechter zählen als Kinder, die keine Leistungen nach dem SGB-II beziehen. Neben der individuellen Armutslage eines Kindes beeinträchtigt auch die Armutskonzentration im Quartier und  vor allem in der Kita, die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern. Aber es gibt Ansatzpunkte für Prävention: Neben der Kita - Stichworte Beiträge, Information der Eltern zum frühen Eintritt und soziale Mischung - können auch Sportangebote günstig auf die Entwicklungschancen von Kindern wirken.

Referent: Dr. David Gehne, Zentrum für Interdisziplinäre Regionalforschung ZEFIR

öffentlich
ohne Anmeldung
Eintritt frei